Internationale Studien zum Biofeedback bei Bruxismus

International gibt es seit langem Forschungsbemühungen zu Biofeedbacksystemen bei verschiedenen Indikationsgebieten. Seit den 70er Jahren werden für die Behandlung des nächtlichen Bruxismus mit Biofeedback akustische Alarmsysteme verwendet. Verschiedene Studien untersuchten die Wirksamkeit derartiger Alarmsysteme. So konnte bis auf eine Ausnahme während der Behandlung eine Reduktion der bruxistischen Aktivität erreicht werden, als auch subjektiv eine Verbesserung der Beschwerden erzielt werden (vgl. Übersichtsarbeit von Korn, H.J. 2005, in der Zeitschrift Verhaltenstherapie). Die Effekte können allerdings in Follow-Up Erhebungen (z.B. 6 Monate nach Behandlung) nur bedingt aufrecht erhalten werden. Dies deutet darauf hin, dass Biofeedbacksysteme, besonders in mit Stress verbundenen Phasen, temporär immer wieder eingesetzt werden müssen.

Klinische Evidenz von SleepGuard

Im Rahmen einer aktuellen klinischen Studie in den USA ist der erste Studienabschnitt für das SleepGuard Biofeedbackstirnband am 10. Oktober 2010 abgeschlossen worden. 92 Probanden nahmen an der Studie teil. Dabei wurde die Dauer des nächtlichen Aufeinanderpressens / Knirschens der Zähne mit dem Biofeedbackstirnband gemessen. Die Vergleichbasis bilden erfasste Daten der Probanden, die zunächst ohne Fuktion (Signalton) das Biofeedbackstirnband an drei Tagen trugen. Die restlichen 27 Tage bilden Daten, die mit eingeschaltenem Biofeedbackstirnband aufgezeichnet wurden. Die statistische Analyse (p-Wert) zeigte ein hoch signifikantes Ergebnis (p>0,001), d.h. das SleepGuard Biofeedbackstirnband führte zu einer deutlichen Reduktion der Dauer des nächtlichen Aufeinanderpressens / Knirschens der Zähne.

In der US amerikanischen Zeitschrift “Clinical Research Associates Newsletter” (Volume 25, Issue 10, October 2001) berichtete der Zahnarzt Dr. Gordon Christensen bereits 2001, dass die Mehrzahl seiner Patienten die SleepGuard testeten, eine Reduktion beim Zähneknirschen und dem Aufeinanderpressen der Zähne erreichen konnten (“…it was found that the majority of patients that tested SleepGuard saw a reduction of clenching and grinding activity”).

Dr. Herbert Bader, ein Lektor an der Harvard School of Dental Medicine, zieht im “Journal of the Massachusetts Dental Society” vom Januar 2003 folgende Schlussfolgerung: “Anecdotal case reports from dispensing practitioners indicate that adding the SleepGuard biofeedback headband to treatment plans has proven extremely successful.” (Die Aufzeichnung von Patienten von zuweisenden Zahnärzten zeigen an, dass das Hinzufügen des SleepGuard Biofeedbackstirnbandes bei Behandlungplänen extrem erfolreich ist).

Weitere Studien zur Untermauerung der Wirksamkeit sind geplant.


Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.V. zum Biofeedback bei Bruxismus

Auf einen Auszug der Stellungnahme der deutschen Gesellschaft für Biofeedback e.v. zum Einsatz vom EMG-Biofeedbackgeräten in der Behandlung von chronischen Schmerzzuständen (Kopfschmerz, Rückenschmerz, temporomandibuläre Dysfunktion TMD) sowie weiteren muskulär vermittelten Dysfunktionen (z. B. Bruxismus) von Prof. Rief aus dem Jahre 2002 wird hingewiesen http://www.dgbfb.de

“Auch bei Bruxismus, temporomandibulären Dysfunktionen und zahlreichen weiteren Erkrankungen bietet sich der Einsatz von Biofeedback an und konnte bereits wissenschaftlich fundiert werden. Gerade bei diesen Erkrankungsbildern treten die muskulären Verspannungen oftmals in Situationen auf, wo sie den Patienten nicht bewusst sind. Durch den Einsatz von tragbaren Biofeedbackgeräten können die Patienten bei solchen Erkrankungen jedoch nicht nur in der therapeutischen Sitzung, sondern auch im häuslichen Umfeld trainieren, diese dysfunktionalen muskulären Aktivierungen abzubauen. In vielen Studien konnte belegt werden, dass Therapieerfolge, die zu Hause erreicht werden können, langfristig wirkungsvoller sind als Therapieerfolge, die ausschließlich in der medizinischen Praxis oder Klinik erarbeitet werden. Gerade der Einsatz von tragbaren Biofeedbackgeräten stellt deshalb eine wichtige Hilfe dar, um Therapieerfolge von medizinischen Einrichtungen heraus in das häusliche Umfeld zu übertragen sowie den ärztlich oder psychotherapeutisch angeleiteten Behandlungsplan zu unterstützen. Durch den Einsatz von tragbaren Biofeedbackgeräten ist es deshalb auch möglich, dass der therapeutengeleitete Einsatz reduziert werden kann, da die Selbsthilfemöglichkeiten der Patienten verbessert werden. Gerade in diesem Bereich ist für die Zukunft zu hoffen, dass diese wissenschaftlich fundierten Ergebnisse vermehrt Einzug in der praktischen Versorgung finden, um einerseits zum Wohlbefinden von Patienten beizutragen, andererseits auch unnötige Ausgaben an anderer Stelle zu reduzieren.”

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